Zentral- und Hochschulbibliothek in Luzern – Konservierung von Linoleum- Kork- und Holzfussboden – (LU)

Geschrieben von Peter Egloff am in Innenausstattung, Konservierung, Linoleum, Möbel, Parkett, Projekte, Restaurierung, Sanierung, vom Bauhaus zur Moderne

Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern

Die Zentral- und Hochschulbibliothek ist als bauliches Einzelobjekt im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von 2009 sowie im Verzeichnis der Denkmäler von nationaler Bedeutung eingetragen. Im kantonalen Denkmalverzeichnis ist das Gebäude als unter Schutz stehendes Objekt aufgeführt. Die Liegenschaft befindet sich in der Ortsbildschutzzone A der Stadt Luzern.

Gebäudezustand und Instandsetzungsbedarf

Der 1951 in Betrieb genommene Bau der Zentral- und Hochschulbibliothek ist ein bedeutender Bauzeuge der 50er-Jahre-Architektur der Schweiz. Das Gebäudeensemble an der Sempacherstrasse 10 in Luzern weist eine wertvolle, schützenswerte Bausubstanz auf. Im Hinblick auf die anstehende Gesamtsanierung wurden in den vergangenen Jahrzehnten lediglich punktuelle Instandhaltungs- und Instandsetzungsmassnahmen ausgeführt. Der Zustand des Gebäudes, vor allem des Magazintraktes, hat sich in den letzten Jahren stark verschlechtert. Die Sanierung der Zentral- und Hochschulbibliothek ist überfällig. Seit Jahren beanstandet die Gebäudeversicherung des Kantons Luzern gravierende Mängel in Bezug auf den Brandschutz, namentlich im Büchermagazin. Die Erdbebensicherheit ist nicht gewährleistet (Einsturzgefahr) und die Fassadenhülle weist massive Witterungsschäden auf. Nebst den bau- und sicherheitstechnischen Sanierungsbedürfnissen weist das Gebäude auch betriebliche Mängel auf. Das Gebäude ist nicht rollstuhlgängig und die heutigen Anforderungen an eine moderne Bibliothek können nicht erfüllt werden. Für eine nachhaltig, wirksame Erfüllung dieser Anforderungen muss das Gebäude umfassend saniert werden. (Texte: Begründung Denkmalpflege_29042016)

Aufgabendefinition 2016 – Fachbetrieb für Denkmalpflege 

Untersuchung des noch vorhandenen Bestandes an historisch wertvollen Fussböden. Erstellung von Abschlussbericht als Grundlage für das weitere Vorgehen bezüglich der Oberflächen in den drei Räumen: Verwaltungstrakt, Katalogsaal und Sondersammlung (Auswertung zur Beurteilung Denkmalpflege).

Verwaltungstrakt: Istzustand-Oberfläche des bestehenden Linoleums
Ziel/Endoberfläche: Bestehender Linoleum (Aussage Denkmalpflege)

Katalogsaal: Istzustand-Oberfläche des bestehenden Linoleums
Ziel/Endoberfläche: Bestehender Linoleum unterhalb des Teppichs (Aussage Denkmalpflege)

Sondersammlung: Istzustand-Oberfläche des bestehenden Holzfussbodens
Ziel/Endoberfläche: Bestehender Parkettfussboden unterhalb des Teppichs (Aussage Denkmalpflege)

Anlegen von Muster- und Probeflächen

Die Bauteiloberflächen wurden in einem Massnahmenkatalog eingestuft. Die Schwerpunkte sind folgende: Konservierung – Restaurierung – Rekonstruktion. Da diese angedachten Massnahmenschritte erst noch zur Ausführung gelangen, können die erarbeitenden Untersuchungsberichte erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.